Erfahrungsbericht Südafrika 2014-2015

 

Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes:

Da ich im Jahr 2012 schon einmal in Südafrika war hatte ich einen großen Vorteil. Ich musstekeine Unterkunft und keinen Flughafentransport organisieren, da ich bei Freunden in der Anfangszeit untergekommen bin. Ich würde jedem empfehlen der in Südafrika eine Unterkunft sucht in den örtlichen Backpackers nachzufragen und entweder dort wohnen zu bleiben oder vor Ort nach einer Wohnung zu suchen. (Backpacker pro Monat : ca 3500 R, Miete für eine 1-2 Zimmer Wohnung auch ca 3500R + Maklerkosten von ca 300R)

 

Es ist viel einfacher vor Ort eine Wohnung zu finden als von Deutschland aus.

In Knysna kann ich den Backpacker: Travellers lounge empfehlen.

Es ist wohl möglich ein Visum vor dem Auslandsaufenthalt zu beantragen, leider weiß ich nicht wo. Bei VFS Global Center ist es jedoch gut möglich sein 3 monatiges Touristen Visum für eine Gebühr von 1750 Rand zu verlängern. Jedem der nach Südafrika geht würde ich Raten sich über die Geschichte des Landes zu informieren, da viele Teile des Landes sehr stark davon geprägt sind.

 

Die Organisation Care Share Smile:

Care Share und Smile ist eine gemeinnützige Organisation die unterschiedliche Projekte in Südafrika unterstützt. Diese Organisation betreut zum größten Teil bestehende Projekte und unterstützt diese wenn sie an ihre Grenzen kommen. Dies können Grenzen im finanziellen Bereich sein aber auch Behördengänge, rechtliche Unterstützung sowie soziale Unterstützung. Hilfe zur Selbsthilfe ist dabei das primäre Ziel welches verfolgt wird. Die Menschen sollen darin unterstützt werden Selbständig und Eigenverantwortlich ihre Projekte zu führen. Auch die Qualität der Arbeit wird überprüft und ständig versucht zu optimieren.


Die Gründerin dieser Organisation hat als Zielgruppe die sogenannten „Coloured people“. Sie legt ihren Fokus auf diese Menschen da nach ihrer Auffassung diese vom politischen System und der Gesellschaft stark benachteiligt sind.

 

Care&Share&Smile finanziert sich ausschließlich von Sponsoren- und Spendengeldern welche in Deutschland gesammelt werden.

 

Meine Aufgaben:

Meine Aufgaben welche ich von Care&Share&Smile bekam, war das Management aller Projekte, Verwaltung der Spendengelder und die Vertretung vor Ort von der Leitung der Organisation. Da diese Einreiseverbot hatte in der Zeit in der ich mein Praxissemester absolvierte.


Im Kindergarten:

Meine Aufgaben im Kindergarten waren:

-Bildungsarbeit

-Hilfe beim Aufbau des neuen Gebäudes

-Raumgestaltung

-Einblicke in die Aufgaben einer Kindergartenleitung bekommen

Als ich im Kindergarten ankam, war die erste Zeit sehr schwierig für mich. Meine

Anleiterin war kaum vor Ort, somit war ich sehr auf mich alleine gestellt. Meine größte Herausforderung war jedoch ein Programm für die Kinder auf die Beine zu stellen, da kaum Inventar vorhanden war. Es gab kein Papier keine Stifte, es waren zu wenig Sitzmöglichkeiten vorhanden usw. Die ersten Tage verbrachte ich damit Spiele zu spielen und Lieder zu singen um die Kinder besser kennen zu lernen. Da wir 2 Erzieherinnen waren mit 90 Kindern, die kaum Englisch sprechen war die erste Zeit nicht einfach. Die Leitung von Care Share and Smile hat mir dann ein Budget an Charity Geld gegeben um Inventar für den Kindergarten zu kaufen. Eine weiteres Ziel welches ich in meinem Praxissemester verfolgte war die Raumgestaltung im Kindergarten. Gemeinsam mit den anderen Erzieherinnen haben wir die Räumlichkeiten neu gestaltet.

 

In der Suppenküche:

Zu beginn meines Praxissemesters wurde ich in der Suppenküche mit einer sehr traurigen Nachricht überrascht. Der Besitzer und zugleich Leiter der Suppenküche ist verstorben, er ist in seinem Auto verbrannt. Meine Aufgabe war es nun diese Suppenküche weiterzuführen.

 

Nach Absprache mit der Leitung von Care&Share&Smile haben wir die Suppenküche weiterhin in diesem Gebäude fortgeführt. Die Zubereitung des Essens hat eine alte Dame aus der Nachbarschaft übernommen. Den Einkauf der Lebensmittel habe ich Anfangs übernommen, nach einigen Wochen konnten wir mit einem nahe gelegen Shop vereinbaren, dass die Nachbarn einkaufen gehen und ich einmal die Woche komme und die Rechnung bezahle. Es war sehr schön zu sehen was für einen großen Zusammenhalt diese Menschen dort haben und wie hilfsbereit alle sind. Ich habe mich nie alleine Gefühlt weil alle mir geholfen haben einen Weg zu finden die Suppenküche weiterzuführen.

 

Das neue Projekt die Farm:

 

Im November startete ich ein neues Projekt auf einer Farm.

 

Über einen Bekannten von mir haben wir einen Mann kennen gelernt, der in Karatara eine Fußballmannschaft aufgestellt hatte und verschiedene Fußballturniere organisiert. Dieser Mann hat uns Räumlichkeiten auf seiner Farm zu Verfügung gestellt. Jeden Samstag von 9 Uhr bis 15.30 Uhr dürfen die Kinder auf diese Farm kommen. Dort kochte ich mit den Kindern zusammen. Anschließend wird zusammen gegessen und es werden verschiedene Bildungs-und Präventionsangebote durchgeführt. Eines meiner wichtigsten Ziele war es,

dass das Programm weitergeführt wird, auch wenn ich Südafrika verlasse. Deshalb

versuchte ich so viel wie möglich die Menschen vor Ort in das Programm einzubinden. Nach einer gewissen Zeit habe ich eine Frau gefunden die das Kochen jede Woche übernehmen wird. Des weiteren hat sich ein Südafrikaner gefunden der jede Woche die Lebensmittel, die zum Kochen benötigt werden auf die Farm bringen wird. Ich habe verschiedene Einkaufslisten für ihn zusammengestellt damit er jede Woche andere Gerichte mit den Kindern kochen kann.

 

Freizeit:

Südafrika bietet sehr viele Freizeitmöglichkeiten. Je nach Interesse ist für jeden etwas dabei. Eine beeindruckende Natur die zu Wanderungen einlädt oder einfach am Strand relaxen. Aber auch jede Menge Tierparks sind vorhanden.

Ich persönlich bin bei meinem letzten Aufenthalt entlang der Gardenroute gereist was sehr beeindruckend ist. Dieses mal bin ich von Knysna nach Durban gereist was auch riesigen Spaß gemacht hat und nur zu empfehlen ist.

Wer kostengünstig reisen möchte, bewegt sich am besten mit Minitaxis und den örtlichen Bussen voran. (sehr teuer ist der Baz Bus, jedoch bequem da er direkt von Backpacker zu Backpacker fährt) In Regionen die man kennt, kann man sich auch sehr gut mit Trampen fortbewegen was meistens die günstigste Variante ist.

Mit einem Zelt übernachtet man am günstigsten ;)

 

Sprache:

In Knysna wird hauptsächlich Afrikaans, Xhosa und Englisch gesprochen. Anfangs hatte ich große sprachliche Probleme, da erstens mein Englisch nicht so gut und zweitens die Kinder meist nur Afrikaans in Xhosa verstanden bzw. gesprochen haben.Im Laufe meines Praktikums habe ich jedoch gemerkt, dass nach ca 1-2 Monaten mein Englisch sich sehr stark verbessert hatte. Nach einer gewissen Zeit begann ich auch viele Afrikaans Wörter zu verstehen, was mir die Arbeit mit den Kindern sehr erleichterte. Da ich sehr schlecht in Sprachen lernen bin war dies eines meiner größten Sorgen vor dem Auslandsaufenthalt. Aber ich habe schnell gelernt mich im englischen zu Unterhalten und habe sogar noch ein bisschen Afrikaans gelernt.

 

Was hat mir Südafrika gebracht?

Mein Praxissemester in Südafrika zu verbringen war die beste Entscheidung die ich treffen konnte. Ich habe mich Persönlich weiterentwickelt habe viele neue Erfahrungen und Erlebnisse sammeln dürfen, aus welchen ich neue Perspektiven und Sichtweisen für mich Persönlich entwickeln konnte. Es hat super viel Spaß gemacht , ich würde jedem Empfehlen wenn er die Möglichkeit hat ein Auslandssemester zu absolvieren es zu machen. Es ist nicht immer ganz einfach, sei es die Planung oder die Finanzierung aber es ist durchaus machbar.

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